Expertenkommentar

DAX geht schwächer aus dem Handel - Flut an US-Wirtschaftsdaten fällt gemischt aus

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Erwähnte Instrumente

  • Twitter Inc. - WKN: A1W6XZ - ISIN: US90184L1026
  • Oracle Corp. - WKN: 871460 - ISIN: US68389X1054
  • Bayer AG - WKN: BAY001 - ISIN: DE000BAY0017
  • Schneider Electric SE - WKN: 860180 - ISIN: FR0000121972
  • Mercedes-Benz AG - WKN: 710000 - ISIN: DE0007100000
  • The Goldman Sachs Group Inc. - WKN: 920332 - ISIN: US38141G1040
  • Peloton Interactive Inc. - WKN: A2PR0M - ISIN: US70614W1009
  • KION GROUP AG - WKN: KGX888 - ISIN: DE000KGX8881
  • Industria de Diseño Textil SA - WKN: A11873 - ISIN: ES0148396007
  • Uniper SE - WKN: UNSE01 - ISIN: DE000UNSE018
  • Alphabet Inc. (Class C) - WKN: A14Y6H - ISIN: US02079K1079
  • PayPal Holdings Inc. - WKN: A14R7U - ISIN: US70450Y1038 - Kurs: 97,660 $ (Nasdaq)
  • Danaher Corp. - WKN: 866197 - ISIN: US2358511028 - Kurs: 281,730 $ (NYSE)
  • Tesla Inc. - WKN: A1CX3T - ISIN: US88160R1014 - Kurs: 302,610 $ (Nasdaq)
  • Deutsche Lufthansa AG - WKN: 823212 - ISIN: DE0008232125 - Kurs: 6,186 € (XETRA)
  • Henkel AG & Co. KGaA Vz - WKN: 604843 - ISIN: DE0006048432 - Kurs: 62,240 € (XETRA)
  • Amazon.com Inc. - WKN: 906866 - ISIN: US0231351067 - Kurs: 128,550 $ (Nasdaq)
  • Adobe Inc. - WKN: 871981 - ISIN: US00724F1012 - Kurs: 371,520 $ (Nasdaq)
  • Affirm Holdings - WKN: A2QL1G - ISIN: US00827B1061 - Kurs: 24,330 $ (Nasdaq)

Stärkere Regulierung für BNPL-Firmen wie Affirm und Block

US-Industrieproduktion sinkt unerwartet

Deutschland liefert Raketenwerfer und gepanzerte Fahrzeuge an Ukraine

US-Einzelhandelsumsatz steigt stärker als erwartet

Adobe verfehlt Erwartungen und übernimmt Figma

US-Importpreise sinken um 1,0 %

Lufthansa bringt Technik-Teilverkauf auf den Weg

Eurozone: Rekorddefizit in der Handelsbilanz

Kalifornien verklagt Amazon wegen Wettbewerbsverstößen

Tesla will doch keine Batterien in Deutschland fertigen

Pkw-Dichte in Deutschland 2021 auf Rekordwert

Ethereum bringt "Merge" hinter sich

China legt neues Kreditprogramm für Unternehmen auf

PayPal-Finanzchef nimmt Auszeit aus medizinischen Gründen

Markt

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag zunächst an einer Stabilisierung versucht, die anfänglichen Gewinne aber im Handelsverlauf eingebüßt. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,55 Prozent bei 12.956,66 Punkten. Der Markt musste dabei eine ganze Flut an US-Wirtschaftsdaten verdauen. Während der US-Einzelhandelsumsatz im August etwas stärker als erwartet zulegte, schwächelte die Industrieproduktion im Juli. Die US-Importpreise sanken weniger stark als erwartet. Die regionalen Frühindikatoren Philadelphia-Fed-Index und Empire State Index zeigten keine eindeutige Tendenz. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken in der vergangenen Woche unerwartet und signalisieren damit, dass sich der US-Arbeitsmarkt weiter in einer relativ starken Verfassung befindet.Insgesamt hat sich an der Sichtweise des Marktes, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche den Leitzins wohl stark anheben dürfte, durch die heutigen Daten nichts geändert. Am Dienstag hatte eine unerwartet hohe US-Inflation im August für heftige Kursverluste an der Wall Street gesorgt und die Erwartungen an Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed befeuert.

Bei Ethereum ist es am heutigen Morgen zum sogenannten "Merge" gekommen, wodurch die Blockchain vom Validierungskonzept "Proof of work" zu "Proof of stake" umgestellt wurde. Das energieintensive Mining, das bisher ein großer Kritikpunkt bei Kryptowährungen war, gehört dadurch bei Ethereum künftig der Vergangenheit an (ausführlicher Artikel: Ethereum bringt "The Merge" hinter sich).

Analysen & Artikel des Tages

DAX - Tagesausblick: Abwartehaltung über 13000 bis zum Derivateverfall

EUR/USD-Tagesausblick - Bleiben die Verkäufer dran?

GOLD - Warten auf das große Verkaufssignal

Unternehmen & Branchen

Die US-Behörde Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) will Unternehmen aus dem Buy-Now-Pay-Later-Bereich strenger regulieren und der gleichen strengen Aufsicht unterwerfen wie Kreditkartenfirmen. Dabei soll auch der Datenschutz ein Thema sein. Die Branche sammele derzeit Nutzerdaten auf eine Weise, die die Privatsphäre der Verbraucher bedrohe, teilte die CFPB am Donnerstag mit. Aktien von Unternehmen wie Affirm Holdings und Block gerieten daraufhin unter Druck.

Der Softwarekonzern Adobe hat seinen Umsatz im dritten Quartal um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf einen Rekordwert von 4,43 Milliarden Dollar gesteigert, damit aber die Erwartungen von 4,6 Milliarden Dollar verfehlt. Das operative Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 1,44 Milliarden Dollar auf 1,48 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie ging von 2,54 Dollar auf 2,42 Dollar zurück. Auf bereinigter Basis lag der Gewinn je Aktie mit 3,40 Dollar unter den Erwartungen von 3,46 Dollar. Adobe kündigte außerdem an, die Design-Softwarefirma Figma für 20 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen.

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat eine Klage gegen Amazon wegen angeblicher kartellrechtlicher Verstöße eingeleitet. Amazon habe durch seine Vereinbarungen mit Händlern "den Wettbewerb unterdrückt und erhöhte Preise in ganz Kalifornien verursacht", heißt es in der Klageschrift.

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat für seine Klebstoffsparte Adhesive Technologies einen Zukauf in den USA getätigt und vom US-Unternehmen Nanoramic Laboratories dessen Geschäft mit Materialien für das Wärmemanagement mit der Marke Thermexit übernommen. Finanzielle Details der Transaktion sollen nicht mitgeteilt werden, heißt es.

Die Deutsche Lufthansa will den geplanten Teilverkauf von Lufthansa Technik einleiten. Im Dezember seien erste Gespräche mit Investoren geplant, berichtet das "Handelsblatt". Angestrebt werde eine Bewertung zwischen sechs und acht Milliarden Euro, heißt es. Im Januar könnte dann eine Liste mit noch unverbindlichen Angeboten vorliegen, heißt es. Das Management verspreche sich von dem Einstieg eines Investors bei Lufthansa Technik bessere Wachstumschancen, heißt es. Alternativ gebe es aber auch die Option eines Börsengangs.

Der Elektroautobauer Tesla will laut "Wall Street Journal" in seiner Gigafactory bei Berlin anders als bisher geplant vorerst keine Batterien fertigen. Stattdessen sollten wegen den dortigen Subventionen vorerst mehr Batterien als geplant in den USA produziert werden, heißt es. Das Wirtschaftsministerium in Bradenburg geht allerdings weiterhin davon aus, dass Tesla die Zellfabrik in Grünheide für die Herstellung von Batterien nutzen wird.

PayPal-Finanzchef Blake Jorgensen nimmt nach nur kurzer Zeit im Amt aus medizinischen Gründen eine Auszeit und wird vorübergehend und ab sofort von Interimsfinanzchefin Gabrielle Rabinovitch ersetzt, wie das Unternehmen mitteilte. Jorgensen leide an einer behandelbaren Erkrankung, so PayPal-Chef Dan Schulman. Rabinovitch hatte bereits zuvor die Rolle als Interimsfinanzchefin inne.

PayPal Holdings Inc.
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Der Mischkonzern Danaher will die Unternehmensteile Wasserqualität und Produktidentifikation, die das Segment Environmental & Applied Solutions bilden, in ein separates börsennotiertes Unternehmen abspalten. Jennifer L. Honeycutt soll Chefin des neuen Unternehmens werden, wie Danaher mitteilte.

Konjunktur & Politik

Deutschland wird 50 gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Dingo sowie zwei weitere Mehrfachraketenwerfer Mars und 200 Raketen an die Ukraine liefern, wie Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) in Berlin sagte.

Die US-Industrieproduktion ist im August überraschend leicht gesunken. Im Vergleich zum Vormonat wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent verzeichnet, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Erwartet wurde hingegen keine Veränderung. Die Veränderung im Vormonat wurde von plus 0,6 Prozent auf plus 0,5 Prozent leicht nach unten revidiert. Die Kapazitätsauslastung betrug im August 80,0 Prozent, während Volkswirte mit 80,2 Prozent gerechnet hatten.

Der US-Einzelhandelsumsatz ist im August etwas stärker gestiegen als erwartet. Gegenüber dem Vormonat wurde ein Anstieg um 0,3 Prozent verzeichnet. Die Volkswirte der Banken hatten hingegen mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Die Entwicklung im Vormonat wurde von 0,0 Prozent auf minus 0,4 Prozent nach unten revidiert. Ohne die schwankungsanfälligen Pkw-Verkäufe ging der Einzelhandelsumsatz im August um 0,3 Prozent zurück, während eigentlich ein Anstieg um 0,1 Prozent erwartet wurde.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche um 5.000 auf 213.000 gesunken. Es handelte sich bereits um den fünften Rückgang in Folge. Erwartet wurde hingegen ein deutlicher Anstieg auf 227.000. Der Vorwochenwert wurde unterdessen von 222.000 auf 218.000 nach unten revidiert.

Die US-Importpreise sind im August um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Erwartet wurde ein Rückgang um 1,2 Prozent, nach einem Minus von revidiert 1,5 Prozent im Juli.

Der Philadelphia-Fed-Index, ein Index für die Industriestimmung im US-Notenbankdistrikt von Philadelphia, hat sich im September stärker eingetrübt als erwaret. Der Index sank von plus 6,2 Punkten im Vormonat auf minus 9,9 Punkte. Erwartet wurde ein weniger starker Rückgang auf 2,8 Zähler.

Der Empire State Index, ein Frühindikator für die Entwicklung der US-Industrie im Großraum New York, ist von minus 31,3 Punkten im August auf minus 1,5 Zähler im September gestiegen. Erwartet wurden minus 13,0 Zähler.

Ein Streik bei den US-Güterbahnen ist durch eine Einigung der Tarifparteien fast in letzter Minute abgewendet worden. Wie das Weiße Haus mitteilte, wurde eine vorläufige Einigung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften erzielt. Ohne eine Einigung wäre es ab Freitag zu einem Streik gekommen, der auch ein großes Konjunkturrisiko hätte darstellen können, weil die ohnehin noch gestörten Lieferketten vieler Unternehmen zusätzlich belastet worden wären. US-Präsident Biden bezeichnete die Einigung als "wichtigen Sieg für Wirtschaft und Amerikaner".

Das saisonbereinigte Handelsbilanzdefizit der Eurozone hat sich im Juli um 8,1 Milliarden Euro auf 40,3 Milliarden Euro ausgeweitet und ist damit auf einen Rekordwert gestiegen. Während die Exporte gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent sanken, legten die Einfuhren um 1,5 Prozent zu. Angesichts der gestiegenen Energiekosten, durch die sich der Wert der Importe kräftig erhöht, verbucht die Eurozone seit Jahresbeginn hohe Defizite in der Handelsbilanz, also höhere Importe als Exporte, nachdem sie in den Jahren zuvor immer Überschüsse (höhere Exporte als Importe) verzeichnet hatte.

Die Arbeitskosten in der Eurozone sind im zweiten Quartal 2022 um 4,0 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal gestiegen, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat auf vorläufiger Basis mitgeteilt hat. Der Anstieg im ersten Quartal wurde unterdessen von 3,2 Prozent auf 4,2 Prozent nach oben revidiert.

Entgegen der Debatten um eine angebliche Verkehrswende ist die Pkw-Dichte in Deutschland im Jahr 2021 auf einen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts kamen 2021 auf 1.000 Einwohner 580 Personenkraftwagen. Ein höherer Wert wurde noch nie verzeichnet. Im Jahr 2011 hatte die Pkw-Dichte nur bei 517 Autos pro 1.000 Einwohnern gelegen.

Die Großhandelspreise in Deutschland lagen im August 2022 um 18,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Morgen mitgeteilt hat. Im Juli 2022 hatte die Jahresveränderungsrate 19,5 Prozent betragen, im Juni 21,2 Prozent. Im Vormonatsvergleich stiegen die Großhandelspreise im August 2022 leicht um 0,1 Prozent.

Die chinesische Notenbank People's Bank of China (PBOC) hat ihren Leitzins bei einem Zinsentscheid am Donnerstag wie erwartet unverändert gelassen. Der Zins für die mittelfristige Kreditfazilität (MLF) bleibt bei 2,75 Prozent, wie die Notenbank mitteilte. Über die MLF-Fazilität wurde Liquidität von 400 Milliarden Yuan bereitgestellt, während zugleich Kredite über 600 Milliarden Yuan ausliefen. Unterdessen hat die chinesische Regierung ein neues Kreditprogramm für Unternehmen beschlossen, das über die PBOC bereitgestellt wird. Unternehmen erhalten Modernisierungskredite im Gesamtvolumen von 200 Milliarden Yuan (rund 28,7 Milliarden Euro) zu einem Maximalzins von 3,2 Prozent, wobei 2,5 Prozentpunkte von der Regierung subventioniert werden. Die Unternehmen müssen damit effektiv maximal 0,7 Prozent für die Kredite zahlen.


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