Expertenkommentar

DAX geht fester aus dem Handel - Sinkende Rohstoff- und Energiepreise sowie Zinsen sorgen für Rückenwind

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Erwähnte Instrumente

  • Volkswagen AG Vz.
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    Aktueller Kursstand: 140,740 €  (L&S)
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  • Uniper SE
    ISIN: DE000UNSE018Kopiert
    Aktueller Kursstand: 3,612 €  (L&S)
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  • Volkswagen AG Vz. - WKN: 766403 - ISIN: DE0007664039
  • Uniper SE - WKN: UNSE01 - ISIN: DE000UNSE018
  • JPMorgan Chase & Co. - WKN: 850628 - ISIN: US46625H1005
  • BASF SE - WKN: BASF11 - ISIN: DE000BASF111
  • Credit Suisse Group AG - WKN: 876800 - ISIN: CH0012138530
  • Bed Bath & Beyond Inc. - WKN: 884304 - ISIN: US0758961009
  • CVS Health Corp. - WKN: 859034 - ISIN: US1266501006
  • ADT Inc. - WKN: A2JBN6 - ISIN: US00090Q1031
  • Allianz SE - WKN: 840400 - ISIN: DE0008404005
  • Digital World Acquisition Corp -
  • Deutsche Lufthansa AG - WKN: 823212 - ISIN: DE0008232125
  • Siemens Energy AG Namens-Aktien o.N. - WKN: ENER6Y - ISIN: DE000ENER6Y0
  • Dermapharm Holding SE - WKN: A2GS5D - ISIN: DE000A2GS5D8 - Kurs: 47,700 € (XETRA)
  • Apple Inc. - WKN: 865985 - ISIN: US0378331005 - Kurs: 154,530 $ (Nasdaq)
  • MISTER SPEX SE INH O.N. - WKN: A3CSAE - ISIN: DE000A3CSAE2 - Kurs: 3,720 € (XETRA)
  • SGL CARBON SE - WKN: 723530 - ISIN: DE0007235301 - Kurs: 7,340 € (XETRA)
  • Walmart Inc. - WKN: 860853 - ISIN: US9311421039 - Kurs: 132,340 $ (NYSE)
  • UiPath - WKN: A3CND6 - ISIN: US90364P1057 - Kurs: 15,590 $ (NYSE)

Putin droht mit völligem Öl-, Gas- und Kohlelieferstopp

US-Handelsbilanzdefizit schrumpft weiter

EU will Strompreis auf 200 Euro je Megawatt begrenzen

Eurozone: Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Deutsche-Bank-Chef: Notenbanken müssen "schnell und entschlossen handeln"

SGL Carbon nach Prognoseanhebung gefragt

Apple stellt iPhone 14 vor

Deutschland: Erzeugung im Produzierenden Gewerbe sinkt weniger stark als erwartet

Apple stellt am Abend das iPhone 14 vor

Dermapharm bestätigt Prognose für Gesamtjahr

Mister Spex senkt Prognose

Markt

Sinkende Energie- und Rohstoffpreise sowie sinkende US-Anleiherenditen haben am Mittwoch für Rückenwind an den Aktienmärkten gesorgt. Nachdem die Anleiherenditen in den Vorwochen angesichts der hohen Inflation und weiter steigender Leitzinsen deutlich zugelegt hatten, kam es am Mittwoch zu einer deutlichen Entspannung bei den Zinsen. Strom- und Gaspreise sanken, weil die EU die Strompreise für Strom, der nicht aus Gas erzeugt wird, offenbar auf 200 Euro je Megawattstunde begrenzen will. Versorger profitierten unterdessen davon, dass teilweise eine deutlich niedrigere Obergrenze für den Strompreis erwartet worden war und 200 Euro je Megawattstunde für die meisten Versorger weiter kräftig sprudelnde Gewinne bedeuten dürften. Der DAX legte im Xetra-Handel um 0,35 Prozent auf 12.915,97 Punkte zu, wobei vor allem die Versorgeraktien den Index nach oben zogen. Unterdessen rückt mehr und mehr der EZB-Zinsentscheid am Donnerstag in den Fokus. Beobachter erwarten, dass die EZB den Leitzins im Kampf gegen die hohe Inflation um 50 oder 75 Basispunkte anheben dürfte. Eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte wäre die größte jemals von der EZB verkündete Zinsanhebung.

Analysen & Artikel des Tages

DAX - Tagesausblick: Wieder -150 Punkte zum XETRA Start zu erwarten

EUR/USD-Tagesausblick - Bärische Stimmung vor EZB-Entscheid

PLATIN - Die Zitterpartie setzt sich fort

Unternehmen & Branchen

Die Supermarktkette Walmart und der Gesundheitsdienstleister UnitedHealth haben eine Kooperationsvereinbarung mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen, um gemeinsam "wertbasierte, erschwingliche Gesundheitsdienste in den Vereinigten Staaten anzubieten", wie beide Unternehmen mitteilten. Die Partnerschaft soll 2023 mit 15 Standorten von Walmart Health in Florida und Georgia beginnen und sich im Laufe der Zeit auf neue Regionen ausdehnen.

Walmart-Aktie
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Der Automatisierungssoftwareanbieter UiPath hat im zweiten Geschäftsquartal 2023 den Umsatz um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 242,2 Millionen Dollar gesteigert. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) erhöhte sich um 44 Prozent auf 1,043 Milliarden Dollar. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 0,22 Dollar je Aktie verbucht, nach einem Verlust von 0,19 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit minus 0,02 Dollar über den Erwartungen von minus 0,11 Dollar je Aktie. Der Ausblick für das Gesamtjahr und das laufende Quartal verfehlte allerdings die Analystenschätzungen.

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Die Aktien des Kohlefaserspezialisten SGL Carbon können am Mittwoch deutlich zulegen, nachdem das Unternehmen am Dienstagabend erneut seine Prognose angehoben hatte. Wegen gut laufender Geschäfte rechnet SGL Carbon für 2022 nun mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro, nachdem zuvor 1,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt wurden. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll nun bei 170 Millionen Euro bis 190 Millionen Euro statt der zuvor erwarteten 130 Millionen Euro bis 150 Millionen Euro liegen.

SGL Carbon
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Apple wird auf einem Event in seinem Hauptsitz in Cupertino ab 19.00 Uhr MEZ voraussichtlich das neue iPhone 14 vorstellen. Die Geräte der nächsten iPhone-Generation dürften unter anderem mit einer besseren Kamera ausgestattet sein. Außerdem könnte das neue iPhone über einen Bildschirm verfügen, der ständig aktiv bleiben und so auch ständig aktuelle Echtzeitdaten zum Beispiel zum Wetter anzeigen kann. Spekuliert wird außerdem schon länger über eine neue Funktion, mit der Notrufe über Satellitennetze auch dann abgesetzt werden könnten, wenn es kein Mobilfunktnetz gibt. Auch eine größere und robustere Apple Watch für Outdoor-Aktivitäten könnte Apple heute vorstellen.

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Das Pharmaunternemen Dermapharm hat nach einem Anstieg bei Umsatz und operativem Gewinn im ersten Halbjahr seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Dermapharm rechnet weiter mit einem Umsatzanstieg um 10 bis 13 Prozent und einem Plus von 3 bis 7 Prozent beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA). Die bereits vorläufig gemeldeten Zahlen für das erste Halbjahr wurden mit der heutigen Veröffentlichung des Finanzberichts bestätigt. Demnach konnte der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 10,1 Prozent auf 471,1 Millionen Euro zulegen. Das EBITDA verbesserte sich um 8,5 Prozent auf 148,7 Millionen Euro. Unter dem Strich ging der Nettogewinn von 75,8 Millionen Euro auf 51,6 Millionen Euro zurück.

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Der Online-Brillenhändler Mister Spex hat angesichts eines schwierigen Marktumfeldes seine Prognose angepasst und rechnet im Gesamtjahr jetzt mit einem Umsatzwachstum von 7 bis 12 Prozent und einer bereinigten EBITDA-Marge von minus 6 bis plus 3 Prozent. Der Umsatz legte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht von 100,5 Millionen Euro auf 108,3 Millionen Euro zu, während das bereinigte EBITDA auf minus 4,00 Millionen Euro einbrach, von plus 2,32 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis verbesserte sich leicht von minus 18,0 Millionen Euro auf minus 17,8 Millionen Euro.

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Konjunktur & Politik

Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit einem völligen Lieferstopp für Öl, Gas und Kohle aus Russland gedroht, sollte der Westen seine Pläne eines Preisdeckels für russisches Öl und Gas in die Tat umsetzen. In diesem Fall werde sich Russland nicht mehr an die abgeschlossenen Lieferverträge halten, kündigte Putin auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok an. Zuvor hatten sich unter anderem die G7-Staaten auf einen solchen Preisdeckel verständigt, der möglichst global durchgesetzt werden soll. Damit sollen die stark gestiegenen Einnahmen Russlands durch den Verkauf von Öl und Gas reduziert werden.

Das Defizit in der US-Handelsbilanz hat sich im Juli erneut etwas verringert. Der Fehlbetrag schrumpfte von revidiert 80,88 Milliarden Dollar im Vormonat auf 70,65 Milliarden Dollar im Juli. Es handelte sich bereits um den vierten Rückgang in Folge. Volkswirte der Banken hatten mit einem noch etwas geringeren Defizit von 70,2 Milliarden Dollar gerechnet. Während sich die Exporte gegenüber dem Vormonat nur leicht von 260,8 Milliarden Dollar auf 259,3 Milliarden Dollar verringerten, schrumpften die Importe deutlich von 340,4 Milliarden Dollar auf 329,9 Milliarden Dollar.

Die EU will den Strompreis für Strom, der nicht aus Erdgas erzeugt wird, auf 200 Euro je Megawattstunde begrenzen. Die EU-Kommission arbeite an einem entsprechenden Vorschlag für die Mitgliedsstaaten, berichtet die "Financial Times" am Mittwoch. In Deutschland kostete die Megawattstunde Strom an den Strombörsen zuletzt rund 450 Euro je Megawattstunde. Durch die Preisobergrenze solle der Strompreis ungefähr auf dem Niveau gehalten werden, auf dem er ohne "Störung der globalen Lieferketten" und "Einsatz der Energieversorgung als Waffe" durch Russland stehen würde, so die Kommission. Gleichzeitig solle die Preisobergrenze aber hoch genug sein, um Investitionen in die Energieversorgung aus Alternativen zu Erdgas nicht zu hemmen, hieß es.

Die Wirtschaft in der Eurozone ist im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als zuvor gemeldet. Das reale Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich um 0,8 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat im Rahmen ihrer dritten Veröffentlichung mitteilte. Zuvor war ein Wachstum um 0,6 Prozent ermittelt worden. Auch das Wachstum im ersten Quartal wurde nach oben revidiert. Den aktualisierten Angaben zufolge wuchs die Wirtschaft um 0,7 Prozent statt der zuvor gemeldeten 0,5 Prozent.

Im Kampf gegen die hohe Inflation müssen die Notenbanken aus Sicht von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing "schnell und entschlossen handeln". Unter dieser Bedingung gehe er davon aus, dass die deutsche Wirtschaft auch genug Widerstandskraft besitze, um die kommende Rezession gut zu bewältigen, sagte Sewing auf dem "Banken-Gipfel" in Frankfurt. Die Finanzbranche sei heute "viel stabiler und widerstandsfähiger" und widerstandsfähiger als vor zehn Jahren, so Sewing. "Und die Kreditausfälle, die in den kommenden Monaten drohen, dürften verkraftbar bleiben, weil wir hierfür gut vorgesorgt haben", sagte Sewing. Nach dem Überfalls Russlands auf die Ukraine müsse der Westen auch seine Abhängigkeit von China reduzieren, so Sewing. "Diese Abhängigkeit zu verringern, wird einen mindestens ebenso fundamentalen Wandel erfordern wie die Entkoppelung von russischer Energie." Er gehe davon aus, "dass auf 30 Jahre vermeintlicher Ruhe nun eine Phase erhöhter Volatilität mit wirtschaftlicher Unsicherheit, regelmäßigen Krisen und geopolitischen Konflikten folgen wird, die sich ebenfalls über Jahrzehnte hinziehen dürfte", sagte Sewing.

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe in Deutschland ist im Juli weniger stark gesunken als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat wurde saison- und kalenderbereinigt ein Rückgang um 0,3 Prozent verzeichnet. Erwartet wurde ein stärkerer Rückgang um 0,5 Prozent. Der Anstieg im Vormonat wurde unterdessen von 0,4 Prozent auf 0,8 Prozent nach oben revidiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2021 lag die Produktion im Juli 2022 kalenderbereinigt 1,1 Prozent niedriger. Die vergleichsweise wenigen Schulferien- und Urlaubstage verhinderten dabei einen noch stärkeren Produktionsrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt erläuterte.


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