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DAX hält sich wacker - Trotz schwächelnder Wall Street

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  • Rheinmetall AG
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  • RWE AG
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DJ XETRA-SCHLUSS/DAX hält sich wacker - Trotz schwächelnder Wall Street

FRANKFURT (Dow Jones) - Nach dem Fall unter die 15.000er-Marke im frühen Handel hat sich der DAX mit einem kleinen Abschlag von 0,1 Prozent bei 15.082 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Damit hielt sich der deutsche Aktienmarkt gegenüber der Wall Street stabil, dort ging es im Verlauf für den Dow-Jones-Index um 1 Prozent nach unten. "Rücksetzer werden weiterhin gekauft, die Luft nach oben ist allerdings dünn", so ein Marktteilnehmer. Gute erste Geschäftszahlen legte am Nachmittag RWE vor, allerdings reagierte die Aktie nur verhalten auf das deutlich über den Erwartungen ausgefallene EBITDA und schloss 1,4 Prozent im Plus.

Auch die Anleihen können sich aktuell für keine Richtung entscheiden, die Rendite der Bundesanleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren trat mit 2,16 Prozent nahezu auf der Stelle. Der Gaspreis fiel am Terminmarkt weiter.

   Ifo-Index spricht für milde Rezession 

Die Entwicklung des Ifo-Geschäftsklimas spricht nach Aussage von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer trotz des abermaligen Anstiegs im Januar auf 90,2 Punkte für eine milde Rezession. "Es liegt trotz der Erholung noch immer auf einem Niveau, bei dem das Bruttoinlandsprodukt in der Vergangenheit zumeist mindestens zwei Quartale in Folge geschrumpft ist", urteilte Krämer. Für Vorsicht spreche auch die weltweite Straffung der Geldpolitik.

   Rheinmetall kurz auf Allzeithoch 

Rheinmetall schlossen 1 Prozent im Minus, am Vormittag notierte die Aktie mit 232 Euro noch auf Allzeithoch. Der Rüstungskonzern könnte nach Einschätzung von UBS-Analyst Sven Weier davon profitieren, dass Deutschland der Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine zugestimmt hat. Weier begründet dies mit dem sich dadurch ergebenden möglichen Potenzial für Modernisierung, Munition und Ersatzteile.

Im MDAX stiegen Jungheinrich um 5,4 Prozent, das Unternehmen kauft in den USA zu. Heino Ruland von Ruland Research verwies auf die hohe Marge von Storage Solutions. Eine Abstufung auf "Hold" nach "Buy" aus dem Hause der Deutschen Bank belastete Aixtron, die Aktie schloss 9,3 Prozent im Minus.

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INDEX          zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
DAX          15.081,64  -0,1 %     +8,32 % 
DAX-Future   15.139,00  -0,1 %     +8,69 % 
XDAX         15.085,94  -0,2 %     +8,77 % 
MDAX         28.429,45  -0,5 %    +13,19 % 
TecDAX        3.155,39  -0,5 %     +8,02 % 
SDAX         13.115,92  -0,8 %     +9,98 % 
zuletzt                +/- Ticks 
Bund-Future   138,40 %     -2 
 
Index   Gewinner  Verlierer  unv.  Umsatz Mio Euro  Mio Aktien  Vortag 
DAX           16         23     1          2.472,8        53,2    48,8 
MDAX          20         29     1            589,0        31,4    34,0 
TecDAX         9         21     0            524,4        16,4    18,7 
SDAX          17         53     0            116,3         6,5     6,9 
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

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