Expertenkommentar

US-Konsumklima hellt sich auf - FedEx: Land unter - Weitere Zinssenkung in Russland

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Erwähnte Instrumente

  • Deutsche Lufthansa AG - WKN: 823212 - ISIN: DE0008232125 - Kurs: 6,246 € (XETRA)
  • Daimler Truck Holding - WKN: DTR0CK - ISIN: DE000DTR0CK8 - Kurs: 25,650 € (XETRA)
  • Alstom S.A. - WKN: A0F7BK - ISIN: FR0010220475 - Kurs: 19,905 € (Paris)
  • Uber Technologies Inc. - WKN: A2PHHG - ISIN: US90353T1007 - Kurs: 33,130 $ (NYSE)
  • Volkswagen AG Vz. - WKN: 766403 - ISIN: DE0007664039 - Kurs: 146,440 € (XETRA)
  • Fedex Corp. - WKN: 912029 - ISIN: US31428X1063 - Kurs: 204,870 $ (NYSE)
  • Tesla Inc. - WKN: A1CX3T - ISIN: US88160R1014 - Kurs: 303,750 $ (Nasdaq)
  • Adobe Inc. - WKN: 871981 - ISIN: US00724F1012 - Kurs: 309,130 $ (Nasdaq)
  • Commerzbank AG - WKN: CBK100 - ISIN: DE000CBK1001 - Kurs: 7,894 € (XETRA)

Euroraum: Inflation auf Rekordwert von 9,1 Prozent

Treuhand übernimmt Rosneft Deutschland

Chinas Wirtschaft schlägt sich im August wacker

EZB-Vize: Keine Schätzungen zum endgültigen Zinsniveau

Evergrande baut jetzt Elektroautos

Hacker erbeutet sensible Daten bei Uber

Markt

Die Anleger an den Märkten bleiben hochnervös. Ein pessimistischer Ausblick des US-Paketdienstes FedEx hat die Rezessionsängste der Investoren verstärkt und die Börsen am heutigen Hexensabbat nach unten gezogen. Die Aktie von FedEx verlor zweistellig, nachdem der Paketriese seine Gewinnprognose deutlich einstampfte. Die Zahlen von FedEx bestätigten einen Abschwung der Weltwirtschaft und drohende Rezessionen in Amerika und Europa, so ein Analyst. Ähnliche Aussagen könnten demnach von anderen Unternehmen kommen.

Die Kryptowährung Ethereum verbraucht nach "The Merge", dem Umstieg von Proof of Work auf Proof of Stake, weniger Strom und könnte sich als eigene Anlageklasse etablieren, schrieb "Die Welt". Wer Ether-Münzen besitzt und sie als Stake einbringt, könne Renditen von zehn bis 15 Prozent jährlich erwarten, so Deutsche-Bank-Analystin Marion Labouré. Die Expertin meint, dass die hohen potenziellen Renditen Staking zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu Anlageformen wie Bonds oder Rohstoffen machten. Das Staking sei aber auch mit Risiken verbunden, hieß es in dem Bericht. Demnach unterlägen die Ether-Münzen keiner Einlagensicherung und seien damit nicht gegen Hackerangriffe oder Betrug geschützt.

Analysen & Artikel des Tages

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EUR/USD-Tagesausblick - Warten auf neue Impulse

Unternehmen & Branchen

Der Logistikriese FedEx hat im jüngsten Quartal schlechter als erwartet abgeschnitten und seine Gewinnprognose gekappt. In den drei Monaten bis Ende August sank der Betriebsgewinn um rund 15 Prozent auf 1,19 Mrd. Dollar, während der Umsatz mit 23,2 Mrd. Dollar unter den Erwartungen blieb. Fedex erklärte am Donnerstagabend, das wirtschaftliche Umfeld habe sich sowohl in den USA als auch international eingetrübt. CEO Raj Subramaniam versprach, die Anstrengungen zur Kostensenkung und Produktionserhöhung zu forcieren.

Der US-Elektroautobauer Tesla setzt weiter auf eine Batteriefertigung in Deutschland, legt aber wegen der Aussicht auf Steueranreize die Priorität erstmal auf die USA. Das neue Inflationsbekämpfungsgesetz der US-Regierung führt demnach dazu, dass Tesla die Batteriefertigung in Austin in Texas schneller hochfahren will als geplant. Der konkrete Zeitplan für die Fabrik in Grünheide ist dagegen offen. Bestenfalls würden beide Batteriefabriken so schnell wie möglich hochgefahren, so Tesla. Das neue Gesetz führe dazu, dass es für die Zellproduktion in den USA ein noch größeres wirtschaftliches Interesse gebe, grundsätzlich schneller mit der eigenen Batteriefertigung zu starten.

Die Commerzbank will sich Medienberichten zufolge verstärkt auf Private Banking fokussieren. Demnach soll neben dem etablierten Wealth Management für besonders vermögende Kunden künftig verstärkt das Private-Banking-Segment weiterentwickelt werden. Eine Commerzbank-Sprecherin sagte: „Es ist richtig, dass wir im Bereich Private Banking und auch im Bereich Wealth Management wachsen wollen." Dem Informationsdienst "Platow Brief" nach plant der Privatkunden-Vorstand der Bank, Thomas Schaufler, Kunden mit einem verwalteten Vermögen in Höhe von mindestens 100.000 Euro künftig mit speziell abgestimmten Angeboten anzusprechen.

Der US-Softwarekonzern Adobe übernimmt das Online-Startup Figma für rund 20 Mrd. Dollar. Mit dem Kauf werde der Photoshop-Macher sein Portfolio an kollaborativen Design-Werkzeugen erweitern, teilte Adobe am Donnerstagabend mit. Durch die Übernahme werde Adobe Eigentümer einer Online-Plattform, die Unternehmen wie Zoom, AirBnB und Coinbase für die Zusammenarbeit bei Entwürfen und Brainstorming nutzten, hieß es.

Der Volkswagen-Konzern hat sich im August vor allem dank einer starken Nachfrage auf seinem wichtigsten Einzelmarkt China erholt. Wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab, zogen die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahresmonat weltweit um 12,7 Prozent auf etwas mehr als 700.000 Fahrzeuge an. Allein für die Volksrepublik einschließlich Hongkong stand im Berichtsmonat ein Plus von fast 25 Prozent in der Statistik. Im Zeitraum von Januar bis Ende August bleibt aber ein Minus 16,2 Prozent gegenüber den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres in den Büchern stehen.

Nach einem Bericht der "New York Times" wurden durch einen Cyberangriff gegen den Fahrdienstvermittler Uber interne Systeme des Konzerns getroffen. Das Unternehmen sprach am Freitag von einem "Cybersicherheitsvorfall". Uber werde den Vorfall untersuchen und habe sich mit den Strafverfolgungsbehörden in Verbindung gesetzt. Die Zeitung beruft sich auf Material, das ihr von dem mutmaßlichen Angreifer zugespielt worden ist. Darunter befanden sich Screenshots von Uber-internen E-Mails und Dokumenten aus Cloud-Speichern. Den Screenshots zufolge hatte der Angreifer sogar Zugriff auf den Programm-Code der Uber-Anwendungen. Ob auch Kundendaten erbeutet wurden, ist nicht bekannt.

Uber Technologies Inc.
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Daimler Truck-Chef Martin Daum hat mit Blick auf die Infrastruktur für die E-Mobilität von der Bundesregierung mehr Engagement gefordert. „Aktuell gibt es seitens der Bundesregierung viele Pläne und Ankündigungen, aber wenig Konkretes", sagte Daum im Gespräch mit der dpa. „Was kommt am Ende raus, was wird tatsächlich umgesetzt und in welcher Geschwindigkeit? Der Wille ist da, die Tat fehlt noch,“ kritisierte Daum. Wenn er mit Kunden rede, dann sei deren größtes Problem, wie sie die Ladeinfrastruktur in ihre Betriebshöfe bekommen. Er erwarte, „dass sämtliche Genehmigungs- und Planungsprozesse deutlich schneller gehen““, so der Chef des Lkw- und Busherstellers. Bei dem Ladeinfrastruktur-Joint-Venture mit Traton und Volvo habe es neun Monate gedauert, „bis wir die Kartellerlaubnis bekommen haben und überhaupt anfangen konnten, miteinander zu reden und Personal einzustellen", sagte Daum. Er frage sich, warum ein solcher Prozess nicht abgekürzt werden könne. „Wenn wir Transformation wirklich wollen, muss da radikal verschlankt und verkürzt werden. Da sehe ich die Politik am Zug", sagte der 62-Jährige.

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Ein von Alstom entwickelter und mit Wasserstoff angetriebener Zug hat eine Rekordreichweite erzielt. Der Coradia iLint habe 1.175 Kilometer zurückgelegt und schließlich in München Halt gemacht, sagte ein Alstom-Sprecher am Freitag. Die Tanks enthielten rund 250 Kilogramm Wasserstoff. Die Zielmarke von 1.000 Kilometern erreichte der Wasserstoffzug, der in Bremervörde im Norden Deutschlands gestartet war, am Donnerstagabend beim bayerischen Mühldorf am Inn. 1.000 Kilometer entsprechen der Reichweite üblicher Dieselzüge, wie der Sprecher sagte.

Finanzinvestoren sind offenbar an Lufthansa Technik interessiert. Ein Teilverkauf in Höhe von 20 bis 30 Prozent sei wahrscheinlicher als ein aufwendigerer Teil-Börsengang, hieß es im Umfeld des Unternehmens am Donnerstag. Das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf Finanz- und Unternehmenskreise, dass für Anfang Dezember eine erste Investorenrunde zu Lufthansa Technik geplant sei. Im Januar könnte dem Vorstand eine Liste mit unverbindlichen Angeboten, vor allem von Finanzinvestoren vorliegen. Bieter bewerteten die Tochterfirma mit sechs Mrd. Euro.

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Geldhäuser im Euroraum wollen von der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährte langfristige Kreditsalven im Umfang von mehreren Milliarden Euro frühzeitig zurückzahlen. Dies geht aus heute vorgelegten Daten der Notenbank hervor. Demnach würden Institute bei der dritten Serie zielgerichteter Kreditspritzen, (TLTRO III) 6,5 Mrd. Euro an Geldern zurückgeben. Die EZB hatte die langfristigen Kreditgeschäfte aufgesetzt mit der Absicht, dass Banken während der Corona-Krise ausreichend Liquidität besitzen.

Der chinesische Immobilienkonzern Evergrande ist ins Autogeschäft eingestiegen und hat die Serienfertigung seines ersten Elektroautos gestartet. Die Evergrande-Tochter New Energy Vehicle Group Ltd teilte am Freitag laut Reuters mit, die ersten Fahrzeuge des Modells Hengchi 5 sollen bereits im Oktober ausgeliefert werden. Ein zweites Modell solle ab der ersten Jahreshälfte 2023 produziert werden, hieß es weiter. Evergrande ist hochverschuldet, der Berg der Verbindlichkeiten summiert sich auf mehr als 300 Milliarden Dollar. Evergrande-Chef Hui Ka Yan will den Konzern umkrempeln und binnen zehn Jahren die Autosparte zum Kerngeschäft befördern.

Nach mehr als einem Jahr rückläufiger Zulassungszahlen ist die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in der Europäischen Union im August wieder gestiegen - um 4,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Neuzulassungen bleiben mit 650.305 Einheiten aber weiter deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau, wie der Branchenverband Acea am Freitag mitteilte. Im Juli war die Zahl der Pkws noch stark rückläufig (minus 10,4 Prozent) ausgefallen. Fehlende Teile belasteten weiter die Produktion.

Konjunktur & Politik

In den USA hellt sich das Konsumklima weiter verbessert. Der landesweite Indikator legte im September auf 59,5 Punkte von 58,2 Zählern im August zu, wie die Universität Michigan am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten mit einem noch leicht höheren Anstieg auf 60,0 Zähler gerechnet. Die Konsumenten bewerteten ihre Lage und auch die Aussichten für die kommenden Monate positiver als im Vormonat.

Die US-Regierung hat der Ukraine Militärhilfen zur Verteidigung im Krieg gegen Russland zugesagt im Umfang von 600 Mio. Dollar zugesagt. Damit erhöht sich die militärische Unterstützung der USA für die Ukraine seit Beginn von Bidens Amtszeit dem Außenministerium zufolge auf 15,8 Mrd. Dollar. Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow bestätigt das neue Unterstützungspaket. Die Finanzspritze soll in Munition, Radargeräte, Lastwägen, Luftfahrtsysteme und weitere Verteidigungsausrüstung für den Ukrainekrieg fließen.

Indiens Ministerpräsident Narendra Modi soll zu Russlands Präsident Wladimir Putin am Rande des multilateralen Treffens im usbekischen Samarkand gesagt haben: „Ich weiß, dass die heutige Ära keine Ära des Krieges ist, und ich habe mit Ihnen am Telefon darüber gesprochen." Putin entgegnet laut einem indischem TV-Sender, er wolle, dass der Konflikt mit der Ukraine so bald wie möglich ende. Die Führung der Ukraine habe sich aber Verhandlungen verweigert.

Elwira Nabiullina, Chefin der russischen Zentralbank, hat heute eine weitere Leitzinssenkung bekannt gegeben. Demnach wird der Schlüsselzins in Russland um 0,5 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent gesenkt. Es war bereits der fünfte geldpolitische Schritt nach unten in diesem Jahr.

Die Inflation in der Eurozone hat im August erneut einen Rekordwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 9,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Berechnung mitteilte. Eine vorläufige Schätzung wurden damit bestätigt. Die August-Rate ist die höchste seit Einführung des Euro im Jahr 1999. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 8,9 Prozent gestiegen.

Die Kreml nahe paramilitärische „Wagner Group“ hat dem britischen Geheimdienst zufolge eine Kampagne gestartet, um russische Sträflinge als Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine zu rekrutieren. Häftlingen werde die Milderung oder sogar Aussetzung ihrer Strafe sowie Geld angeboten. Ein Video zeige den Wagner-Anführer Yevgeny Prigozhin, wie er Insassen vor allem für eine Angriffseinheit an der ukrainischen Kriegsfront anwirbt.

Ungeachtet des Ukraine-Krieges hat Russland eine Militärübung in der Arktis gestartet. Ziel des Manövers "Umka-2022" sei, "die Fähigkeit und die Bereitschaft zur militärischen Verteidigung der russischen Arktis" zu testen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Die Ampel-Koalition hat im neuen ARD-"Deutschlandtrend" ihre Mehrheit verloren. Bei der Sonntagsfrage kämen SPD, Grüne und FDP zusammen nur noch auf 45 Prozent der Stimmen, ein Punkt weniger als alle Oppositionsparteien zusammen, wie die Frage für das vom Freitag ergab. Die Union legte demnach gegenüber der Befragung von vor zwei Wochen um einen Punkt auf 28 Prozent zu und bleibt damit stärkste Kraft. Die Grünen kamen mit einem Minus von einem Punkt und 21 Prozent auf Rang zwei. Die SPD blieb unverändert bei 17 Prozent. Die AfD verbesserte sich um 1 auf 14 Prozent. Die FDP sank um einen Punkt auf 7 Prozent ab. Die Linke verharrte bei 5 Prozent.

Die chinesische Wirtschaft hat sich überraschend robust gezeigt. Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze zogen stärker als erwartet an. Die Industriebetriebe stellten 4,2 Prozent mehr her als im Vorjahresmonat, wie das Statistikamt in Peking am Freitag mitteilte. Das ist das stärkste Wachstum seit März. Analysten hatten lediglich ein Plus von 3,8 Prozent erwartet. Die Einzelhandelsumsätze kletterten um 5,4 Prozent und damit so deutlich wie seit einem halben Jahr nicht mehr, obwohl neben Corona-Lockdowns auch die Hitzewelle den Konsum zeitweise belastete. Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 3,5 Prozent erwartet. Belastet wird der Ausblick aber von dem kränkelnden Immobiliensektor, der mit sinkenden Hauspreisen, Investitionen und Verkäufen zu kämpfen hat. So brachen die Immobilieninvestitionen im August um 13,8 Prozent ein und damit so stark wie seit Dezember 2021 nicht mehr, wie die Nachrichtenagentur Reuters berechnet hat.

Zur Aufrechterhaltung des Betriebs der Raffinierien in Schwedt, Karlsruhe und Vohburg hat die Bundesregierung die Rohölimporteure Rosneft Deutschland und die RN Refining & Marketing GmbH unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur gestellt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Damit übernehme die Bonner Behörde die Kontrolle über Rosneft Deutschland und damit auch über den jeweiligen Anteil in den drei Raffinerien. Mit dem Schritt werde einer Gefährdung der Energieversorgungssicherheit vorgebaut und ein Grundstein für den Erhalt und die Zukunft der Standorte gelegt. Die Entscheidung werde von einem Zukunftspaket begleitet, hieß es weiter, das einen Transformationsschub für die Region bringen solle. Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnete die Entscheidung in einer Pressekonferenz heute als wichtigen Schritt für die Energiesicherheit in Deutschland. „Wir wollen jetzt die Chancen nutzen, die sich aus diesen Entscheidungen ergeben. Die Hängepartie ist zu Ende“, so Scholz. Es sei eine „weitreichende energiepolitische Entscheidung zum Schutz unseres Landes“. Russland sei kein zuverlässiger Partner mehr, sagte Scholz weiter. Die Bundesregierung tue alles dafür, die Versorgung mit Energie und insbesondere mit Erdöl zu sichern. Auch FDP-Energiepolitiker Michael Kruse hat die Entscheidung der Bundesregierung begrüßt. „Mit der Treuhand für Rosneft Deutschland wurde die Möglichkeit russischer Sabotage an unserer Energieversorgung gestoppt", teilte Kruse am Freitag mit.

Die Homeoffice-Nutzung unter Vollzeitbeschäftigten in Deutschland hat sich nach der Pandemie auf durchschnittlich 1,4 Tage pro Woche eingependelt. Im Nachbarland Frankreich sind es 1,3, in den USA 1,6 und in Japan 1,1 Tage. Damit hat Corona die Arbeitsbedingungen dauerhaft stark verändert. Das ist das Ergebnis einer Studie des ifo Instituts, die 27 Länder vergleicht. „Nie zuvor hat irgendein Ereignis in so kurzer Zeit derart umfassend das Arbeitsleben umgekrempelt“, sagte Mathias Dolls, einer der Autoren der Studie.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich noch nicht entschieden, welche endgültige Höhe die Zinsen im aktuellen Straffungskurs haben werden. „Innerhalb des EZB-Rats haben wir keine Schätzungen zum Endzins, dem Höchstniveau, auf das die Zinsen steigen könnten", sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos in einem am Freitag veröffentlichten Interview der portugiesischen Wochenzeitung "Expresso". Das gelte auch für den neutralen Zinssatz. „Wir haben nichts entschieden", so de Guindos. In den nächsten Monaten könnte es zu weiteren Zinsanhebungen kommen.

Die französische Zentralbank Banque de France erwartet wegen der europäischen Energiekrise eine Konjunkturabschwächung im kommenden Jahr. Die Wirtschaft des Landes dürfte 2022 um 2,6 Prozent und 2023 voraussichtlich um 0,5 Prozent wachsen, prognostizierte die Notenbank. Es gebe auch das Risiko eines stärkeren Konjunkturrückgangs, aber dieser sollte vorübergehend sein. In dieser Woche hat bereits die französische Regierung ihre Wachstumsprognose für 2023 gesenkt.

Laut der US-Denkfabrik The Institute for the Study of War (ISW) setzen die ukrainischen Streitkräfte ihre Gegenoffensiven in der Ostukraine fort und erhöhen sogar den Druck auf russische Stellungen und Logistiklinien im Osten von Charkiw, im Norden von Luhansk und im Osten von Donezk. Das ISW schreibt demnach: „Die russischen Streitkräfte in der Ostukraine werden wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, ihre Verteidigungslinien zu halten, wenn die ukrainischen Streitkräfte weiter nach Osten vordringen.“


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