Kommentar
15:00 Uhr, 24.02.2024

Bitcoin: So verringert die Kryptowährung die Volatilität des Portfolios

In seinem Gastbetrag widmet sich Finanzblogger Bastian Glasser von Talerbox Bitcoin-Investitionen und wie man die Volatilität ausnutzen kann.

Bitcoin nimmt innerhalb und außerhalb der Kryptowelt eine herausragende Stellung ein. BTC war nicht nur die erste Kryptowährung, die mit dem Whitepaper von Satoshi den Stein ins Rollen brachte, sondern hat bis heute, nicht zuletzt aufgrund der einzigartigen Eigenschaften, die mit Abstand größte Marktdominanz in der Kryptowelt.

Das digitale Gold wird oft mit traditionellen Assets verglichen, da es als Sperrspitze und wichtigster Leuchtturm der Kryptowelt gilt. Dabei zeigt sich schnell, dass Bitcoin in den letzten Jahren eine beeindruckende Wertentwicklung verzeichnen konnte, die selbst die Wertentwicklung von Aktien deutlich in den Schatten stellt.

Kurzprospekt des IBIT iShares Bitcoin Spot ETF von BlackRock. Quelle: BlackRock

Viele Vergleiche zeigen dabei auf, dass eine Investition in Bitcoin zwar sehr lukrativ, aber auch entsprechend risikoreich war. Investoren mussten deshalb in der Vergangenheit aufgrund der hohen Volatilität und starken Kursrückgänge starke Nerven zeigen.

Im Folgenden werfen wir einen differenzierteren Blick auf die Volatilität von Bitcoin. Wir zeigen, wie sich das Risiko-Rendite-Profil eines diversifizierten Portfolios mit BTC verbessern lässt, ohne die Volatilität signifikant zu erhöhen.

Wer in der Vergangenheit in Bitcoin investiert hat, brauchte starke Nerven. Das lag nicht nur an der undifferenzierten Berichterstattung in so manchen Medien, die auf Bitcoin regelrecht “eingeprügelt” haben. Auch massive Abschwünge von teils über 80 Prozent haben Investoren zeitweise hart getroffen.

Doch die Analyse zeigt, dass Bitcoins Schwächephasen meist schnell wieder aufgeholt wurden und das digitale Gold schon nach kurzen Zeiträumen wieder eine positive Rendite liefern konnte. Wer die kurzen Schwächephasen aussaß und durchhielt, wurde in den meisten Fällen mit hohen Renditen belohnt. Das galt insbesondere, wenn das Investment über einen längeren Zeitraum gestreckt wurde, wie zum Beispiel mittels Sparplan. So konnten ungünstige Einstiegsphasen, wie etwa während des letzten Allzeithochs im November 2021, ausgeglichen werden.

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Die Integration von Bitcoin in ein diversifiziertes Portfolio

Für viele Menschen ist es aus verschiedenen Gründen keine Option, einem einzigen Asset wie BTC eine so hohe Gewichtung im Portfolio einzuräumen. Deshalb stellt sich die Frage, wie BTC in ein diversifiziertes Portfolio integriert werden kann. Speziell vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen wie dem Bitcoin ETF, der die Zugänglichkeit und die Adoption nochmals steigern wird.

Der Vermögensverwalter VanEck ist genau dieser Frage nachgegangen und hat untersucht, welchen Einfluss die Beimischung eines kleinen Prozentsatzes auf das Risiko-Rendite-Profil eines klassischen 60/40-Portfolios aus Aktien und Anleihen hat.

Je mehr BTC, desto besser. Sagt VanEck

Das Ergebnis der Untersuchung über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren ist erstaunlich. Bitcoin hat das Risiko-Rendite-Profil eines klassischen 60/40-Portfolios stark verbessert, ohne die Volatilität des Portfolios signifikant zu erhöhen.

Vereinfacht gesagt: Die Rendite des Portfolios konnte teils stark verbessert werden, während das Risiko nahezu gleich blieb.

Fazit: Die BTC-Volatilität kann für Anleger von Vorteil sein

Bitcoin ist ein volatiles Asset und wird auch in absehbarer Zukunft volatil bleiben. Dabei setzen Anleger oft Volatilität mit Risiko gleich, aber Volatilität kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.

Bitcoin-Investoren mit geringer Risikobereitschaft können die Erkenntnisse aus diesem Artikel nutzen und folgende Überlegungen anstellen:

  1. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt niemals Rückschlüsse auf die Zukunft zu. Das gilt auch für Bitcoin. Insbesondere die herausragende Performance in der Anfangszeit wird sich in diesem ausgeprägten Maße wahrscheinlich nicht wiederholen. Dennoch sprechen die aktuellen Entwicklungen rund um BTC dafür, dass es sich auch in Zukunft für jeden lohnen kann, über eine Allokation von Bitcoin im eigenen Portfolio nachzudenken.
  1. Bei einer Bitcoin-Allokation im eigenen Portfolio sollte man damit rechnen, dass es auch in Zukunft Rücksetzer geben wird. Diese können ähnlich stark ausfallen wie in der Vergangenheit. Anlegern kann es hier helfen zu wissen, dass Rücksetzer in der Vergangenheit meist innerhalb kurzer Zeit wieder aufgeholt wurden. Daher ist es sinnvoll, sich auf einen langfristigen Anlagehorizont zu konzentrieren und nicht auf kurzfristige Schwankungen zu reagieren. Eine Investition per Sparplan kann hierbei besonders unterstützend sein und das Risiko verteilen.
  2. Die richtige Beimischung von Bitcoin in einem diversifizierten Portfolio kann das Risiko-Rendite-Profil verbessern, ohne die Volatilität signifikant zu erhöhen. Untersuchungen zeigen, dass eine Allokation von 3 Prozent bereits ausreicht, um das Risiko-Rendite-Profil zu verbessern.

Disclaimer: Die Inhalte dieses Artikels sind keine Anlageempfehlung. Wer auf Basis dieser Informationen handelt, handelt auf eigenes Risiko. Weder der Verfasser des Artikels noch der Betreiber dieser Seite können für Schäden haftbar gemacht werden.

Source: BTC-ECHO

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