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Aktien Schweiz kaum verändert - Lonza mit Kurssprung nach Zahlen

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ZÜRICH (Dow Jones) - Einige negative Nachricht von der Bilanzsaison der US-Unternehmen haben am Mittwoch auch am schweizerischen Aktienmarkt die Stimmung getrübt. Unter anderem hatten Giganten wie Microsoft und Boeing mit ihren Geschäftszahlen enttäuscht und damit Rezessionssorgen befeuert. Der SMI schloss kaum verändert bei 11.405 Punkten. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und sieben -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 36,49 (zuvor: 46,25) Millionen Aktien.

Unter den Kursgewinnern ragten Lonza mit einem Plus von 7,5 Prozent heraus. Der Medikamenten-Auftragsfertiger hatte am Morgen Geschäftszahlen vorgelegt, die allerdings erst auf den zweiten Blick überzeugten. Zum Handelsauftakt sackte der Kurs zunächst ab, um sich dann umso deutlicher zu erholen. Während Händler den umfangreichen Aktienrückkauf und das Dividendenplus gelobt hatten, störten sich Analysten an einigen Details. So wies Equita darauf hin, dass die Erwartungen an den Ausblick auf 2023 trotz starken Wachstums und hoher Margen noch höher gewesen seien. Dies könnte nun negative Auswirkungen auf die Konsensschätzungen für das laufende Jahr haben, da es Zweifel am Wachstumspfad der Margen wecken könnte. Für 2024 seien die Auswirkungen dann aber marginal.

Nicht gut kamen die Geschäftszahlen von Givaudan (+0,1 %) an. Bei dem Duft- und Aromenhersteller machte sich der Kostendruck in der Branche massiv bemerkbar. "Der Margendruck, den wir schon bei Symrise gesehen haben, schlägt auch hier zu", kommentierte ein Händler in Anspielung auf die Zahlen, die der deutsche Wettbewerber am Freitagabend veröffentlicht hatte. Die Givaudan-Aktie hatte daraufhin zu Wochenbeginn schon nachgegeben, so dass vieles schon eingepreist gewesen sein dürfte.

Gewinnmitnahmen nach dem kräftigen Anstieg vom Dienstag drückten Logitech um 2,4 Prozent. Überdurchschnittliche Verluste verzeichneten ferner Credit Suisse (-2,8 %), Partners Group (-2,2 %) und Sonova (-2,9 %). Unter den Nebenwerten gewannen Emmi 1,2 Prozent. Der Hersteller von Molkereiprodukten hatte mit einem Umsatzwachstum von 8,1 Prozent im Jahr 2022 überzeugt.

Mikron sprangen um 11,9 Prozent. Das Unternehmen hatte bei der Veröffentlichung von vorläufigen Geschäftszahlen auch einen hohen Auftragsbestand vermeldet.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/flf

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