Wissensartikel

KCV - Kurs-Cashflow-Verhältnis

Das KCV gibt das Verhältnis des Kurses zum Cash Flow pro Aktie an:

KCV = (aktueller Aktienkurs)/(Cash-Flow pro Aktie)

Der Cash-Flow ist vereinfacht ausgedrückt der Umsatzüberschuss aus den geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens. Es wird verbreitet als Indikator für die Ertragskraft benutzt. Diese Kennzahl lässt sich auch verwenden, wenn ein Unternehmen nach der Gründung zunächst Verluste einfährt, weil viele Investitionen getätigt werden müssen oder bei schwankungsstarken Sektoren, wenn in einem Jahr hohe Gewinne und im nächsten Jahr Verluste erwirtschaftet werden.

Ein weiterer Vorteil des KCV im Vergleich zum KGV ergibt sich daraus, dass sich der Cash-Flow aufgrund des Ermittlungsverfahrens schlechter manipulieren lässt als der Gewinn. Bei der Ermittlung des Gewinns lässt sich das Ergebnis durch Spielräume beim Ansetzen von Abschreibungen und Rückstellungen gewissermaßen strategisch steuern. In die Berechnung des Cash-Flows fließen Abschreibungen und Rückstellungen dagegen nicht mit ein. Wenn also das KGV und das KCV einer Periode deutlich auseinanderliegen, kann das ein Indiz dafür sein, dass einige der Bilanzierungsspielräume ausgenutzt wurden oder aber das viel investiert wurde.

Weiterhin schafft das KCV bessere internationale Vergleichbarkeit als das KGV. Das liegt daran dass das KGV wegen der unterschiedlichen Gesetzeslage zur Gewinnermittlung für länderübergreifende Vergleiche kaum von Nutzen ist. Es gilt wiederum, dass ein im Branchenvergleich niedriges KCV der Tendenz nach positiv bewertet wird.

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Über den Experten

Thomas May
Thomas May
Experte für Fibonacci-Analyse

Thomas May entdeckte Ende der 1990er Jahre die Leidenschaft für die Börse. Zu Beginn fundamental orientiert, war er bald von der Charttechnischen Analyse begeistert und befasste sich intensiv mit klassischer Charttechnik, Elliott Wellen, Fibonacci- und Zyklenanalyse. Seit 2010 im Team der stock3 AG war er von 2012 bis 2016 Chefredakteur von GodmodeTrader.de, ist Autor der DVDs „Charttechnik für Einsteiger“ und „Fibonacci-Trading“, Mitherausgeber des ersten Teils von „Das große GodmodeTrader-Handbuch“ sowie einer der Autoren im zweiten Teil der Buchserie. Auf stock3 liegt sein Schwerpunkt auf charttechnischen Edelmetall-, Aktien- und Indexanalysen. Auf dem stock3 Terminal betreut der leidenschaftliche Swing-Trader seinen eigenen Desktop für Chartanalysen und Trading-Setups und handelt zudem aktiv im Depot "Gehebeltes Swing-Trading" des Premium-Services PROmax.

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